Google+ Julias Buchblog

Sonntag, 19. Juni 2016

Zu wenig professionell?

Immer wieder mal bekomme ich Anregungen von Verlagen, wie ich meinen Blog professionalisieren könnte, Einladungen zu passenden Workshops und Vorträgen etc. Das klingt zuerst ja ganz gut, hat aber bei genauerem Nachdenken so einige Haken. Was sich die Verlage unter Professionalisierung vorstellen, ist nämlich nicht wirklich das, was mir selber vorschwebt. Meist bedeutet das, den Blog für "eine längerfristige gute Zusammenarbeit" anzupassen oder aufzurüsten, was den Verlagen nützt, von meiner Seite aber vor allem mit deutlich größerem Aufwand verbunden wäre. 

Da wäre als erstes die Reichweite. Klar, jeder hätte gerne viele Leser, aber leider fliegen die einem nicht einfach zu. Möglichkeiten, die eigene Reichweite zu erhöhen, gibt es zwar viele, aber ohne beträchtlichen Aufwand geht das nicht. Auch im Hinblick auf Layout etc. ist mein Blog nicht wirklich das, was ich unter "professionell" verstehe, aber es entspricht dem, was ich mit meinen Kenntnissen und meinem Zeitbudget ohne Probleme selber machen kann. Solange mein Blog nur eines meiner Hobbies ist, bin ich nicht bereit, da deutlich mehr Zeit oder Geld zu investieren. 

Sonntag, 12. Juni 2016

Eva Stachniak - Die Zarin der Nacht

Die Zarin der Nacht
Eva Stachniak
ISBN 9783458359708


Katharina die Große, Zarin von Russland, liegt im Sterben. Getroffen von einem Schlaganfall, ziehen Erinnerungen an ihr langes, abwechslungsreiches Leben an ihr vorbei. Sie sieht sich wieder als junge Braut allein in einem fremden Land, als ungeliebte Gemahlin von Großfürst Peter, erlebt aber auch ihren Triumph nochmals, als ihr die Machtergreifung gelingt. Nicht fehlen dürfen da natürlich auch die zahlreichen Liebhaber, die erst die verschmähte Großfürstin und dann die erfolgreiche Herrscherin umgarnen. Aber auch ihre zahlreichen Feinde tauchen wieder auf, und nicht immer sind sie von den Freunden klar unterscheidbar...

Sonntag, 5. Juni 2016

Marie Kondo - Magic Cleaning 2: Wie Wohnung und Seele aufgeräumt bleiben

Magic Cleaning 2: Wie Wohnung und Seele aufgeräumt bleiben
Marie Kondo
ISBN 9783499628955


Da Magic Cleaning 1 die mit großem Abstand meistgelesene Rezension auf meinem Blog ist, musste ich mir den Nachfolgeband unbedingt mal ansehen. Während es im ersten Teil vor allem ums Ausmisten ging, legt Marie Kondo nun den Fokus aufs richtige Aufräumen. Nach einem eher allgemeinen Teil widmet sie sich dann den einzelnen Bereichen. So liefert sie detaillierte bebilderte Anleitungen, wie man Kleidung so zusammenlegen kann, dass sie im Schrank steht, nach welchen Kriterien man Kommoden oder Schränke am besten einräumt und auch Badezimmer und Küche kommen nicht zu kurz.

Sonntag, 29. Mai 2016

Léa Linster - Mein Weg zu den Sternen

Mein Weg zu den Sternen
Léa Linster, Kerstin Holzer
ISBN 9783462047134


Die Welt der Sterneköche ist immer noch eine massive Männerdomäne, weibliche Rollenvorbilder gibt es kaum. Trotzdem war für die junge Léa immer klar, dass sie einst das Restaurant der Eltern weiterführen und vom Tankstellen-Café zu einem Gourmet-Lokal ausbauen will. Schließlich hat sie von ihrem Vater nicht nur die Leidenschaft am Kochen, sondern auch einen exquisiten Geschmackssinn geerbt. Und der Traum geht in Erfüllung, Léa erhält für ihre Kochkünste nicht nur bald den ersten Michelin-Stern, sondern gewinnt (als bisher einzige Frau) auch den "Bocuse d’Or". Doch die Welt der Spitzengastronomie besteht nicht nur aus Sternen und Kaviar, lange Arbeitszeiten, Personalsorgen und Neid auf den Erfolg gehören ebenfalls dazu...

Sonntag, 22. Mai 2016

Bücher-Domino VIII

Heute mal wieder eine Kleinigkeit fürs Auge:


Sonntag, 15. Mai 2016

Von spannenden Vorträgen, Langweilern und Sphärenmusik

Bettina von der ABS-Lese-Ecke will im Rahmen ihrer Blogparade wissen: Was haltet ihr von Autorenlesungen? Hmm, gar nicht so einfach, denn ich habe da schon so viele unterschiedliche Erfahrungen gemacht, dass es schwer ist, zu einem abschließenden Urteil zu kommen.

Eigentlich mag ich Lesungen gerne, weil ich so oft Bücher kennenlerne, die ich sonst nie zur Hand genommen hätte. Da mir Fan-Schwärmereien fremd sind, ignoriere ich Lesungen bekannter Autoren fast immer. Ich mag mich nicht schon Wochen vorher um Tickets bemühen, mit hunderten anderen Menschen in einen Saal quetschen und zum Schluss noch stundenlang zum Signieren Schlange stehen. Aber gerade bei kleineren Veranstaltungsorten wie Literaturcafés oder lokale Bibliotheken trifft man ja nicht die Superstars der Szene, sondern meist unbekannte Autoren, von deren Büchern ich noch nie zuvor gehört habe. Das ist einerseits super, weil ich so nicht nur meinen Horizont erweitern kann, sondern auch in Bücher reinhören und einen vertieften Eindruck von Inhalt und Stil gewinnen kann, bevor ich mich für oder gegen einen Bücherkauf entscheide

Allerdings birgt die Tatsache, dass man auf kleineren Lesungen fast nur unbekannte Autoren trifft, auch ein gewisses Risiko. Ich habe schon sehr spannende Vorträge erlebt, bei denen das Publikum richtig in die Geschichte eintauchen konnte. Aber allzu oft habe ich auch das Gegenteil erfahren, denn längst nicht jeder, der schreiben kann, kann auch vernünftig vorlesen. Manchmal hatte ich wirklich den Eindruck, als würden die Autoren Lesungen nur abhalten, weil ihr Verlag drauf besteht, und als sei ihnen gleichgültig, wie diese Pflichtveranstaltungen beim Publikum ankommen. Die einen leiern ihren Text in eintönigstem Tonfall herunter, als seien sie überhaupt nicht daran interessiert, was drin steht. Andere rasen stakkatohaft durch die Seiten, weil sie nervös sind und das Ganze möglichst schnell hinter sich haben wollen. Die schlimmste Lesung, die ich erlebt habe, war allerdings ein Versuch, die dröge Sprechweise des Autors durch Live-Musik zu beleben. Dummerweise passten die ausgewählten Stücke so gar nicht zum Inhalt. Die Geschichte war ein Krimi, und kaum hatte man sich trotz der uninspirierten Vortragsweise halbwegs in die Geschichte reinfinden können, kam wieder eine Pause mit esoterisch angehauchter Sphärenmusik, die jegliche Spannung sofort wieder zunichte machte. In der Pause bin ich geflüchtet, zusammen mit einem großen Teil des Publikums...

Fazit: Autorenlesungen können eine tolle Gelegenheit sein, neue Bücher und ihre Schöpfer kennenzulernen. Allerdings wäre es hilfreich, wenn die Autoren die Grenzen ihrer Fähigkeiten realistisch einschätzen würden, denn nicht jeder, der schreiben kann, kann auch mitreißend lesen. In diesem Fall sollte man sich entweder einen Sprecher suchen, oder sich mal vertieft mit der Materie befassen, denn auch Vortragen kann man lernen.

Sonntag, 8. Mai 2016

Leo Aldan - Agarax: der Hexenfluch

Agarax: der Hexenfluch
Leo Aldan
ISBN 9783739634883



Jeff wird demnächst 28 Jahre alt. Eigentlich nichts ungewöhnliches, aber da sowohl sein Vater als auch sein Großvater in diesem Alter gestorben sind, hat er Angst, dass auch er nicht mehr lange zu leben hat. Er fährt zurück in sein Heimatdorf in den Bergen von West Virginia, um weitere Nachforschungen anzustellen. Dabei trifft er Nicole, die auch nach Pine Dale zurückgekommen ist, um nach ihrer spurlos verschwundenen Mutter zu suchen. Aber das Stöbern in der Vergangenheit weckt offenbar dunkle Mächte, denn bald geschehen mehrere grausige Morde, die irgendwie mit Jeffs und Nicoles Suche verbunden scheinen...