Google+ Julias Buchblog: Sophie Kinsella - Charleston Girl

Mittwoch, 29. August 2012

Sophie Kinsella - Charleston Girl

Charleston Girl
Sophie Kinsella
Goldmann Verlag
ISBN 978-3442473991

Lara Lingtons Leben könnte besser laufen. Ihr Freund hat sich von ihr getrennt, die Familie geht ihr auf die Nerven, und beruflich herrscht auch Chaos, weil ihre Geschäftspartnerin im Urlaub verschollen ist. Aus Pflichtbewusstsein und nm weiteren Ärger mit ihren Eltern zu vermeiden, geht sie zur Beerdigung ihrer unbekannten Großtante Sadie, die 105-jährig im Altersheim gestorben ist. Da erscheint ihr der Geist ebendieser Sadie als junges Mädchen und zwingt Lara, die Beerdigung abzubrechen. Sadie will unbedingt ihre geliebte Halskette zurück haben, und dazu noch flirten, tanzen und Spaß haben. Dass sie damit Lara in eine verzwickte Lage nach der anderen bringt, stört sie dabei nicht sonderlich...

Zuerst dachte ich, „Charleston Girl“ sei ein netter Roman für zwischendurch. Aber je weiter ich las, desto unzufriedener wurde ich. Die Geschichte war mit Klischees überladen, sehr langatmig und zu offensichtlich konstruiert. Ich habe immer wieder mal ein paar Seiten diagonal gelesen, ohne substanziell etwas verpasst zu haben. Und das Ende fand ich weitgehend absehbar und etwas zu schnulzig. Mehr gestört hat mich allerdings das Figurenensemble. Lara war als Protagonistin nicht unsympathisch, nur etwas sehr naiv. Sadie dagegen fand ich über weite Strecken des Buches einfach nur nervig, ein Plagegeist, der nicht einsehen will, dass er tot ist, und sich aufführt wie ein verzogener Teenager. Auch die restlichen Figuren blieben blass und schematisch: die überbesorgte Mutter, der schmierige reiche Onkel, der betrügerische Ex... Ich habe von Sophie Kinsella schon mehrere Bücher gelesen, alles eher leichte Kost, aber immer unterhaltsam und voller Humor. Aber diesmal kann ich nur sagen: Finger weg von „Charleston Girl“, das ist Zeitverschwendung!

Kommentare:

  1. Hatte es mir fast gekauft, mich dann aber doch für ein anderes entschieden.
    Aber so wie du es beschreibst habe ich nichts verpasst :)

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    1. Sophie Kinsella schreibt eigentlich besser, da kannst du dein Geld wirklich für sinnvolleres ausgeben...

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  2. Ist schon etwas her, dass ich das Buch gelesen hab - aber mir hat es sehr gut gefallen. Schade, dass es bei dir nicht der Fall war.

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